Genexpression: Der Schlüssel

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Hallo ,

das Herz von edubily, das Fundament quasi, ist die Genexpression. Doch was versteht man unter Genexpression und warum ist das die Grundlage unserer Arbeit?

Nun: Genexpression kennst du ganz genau. Spätestens wenn du die Pubertät erreichst, verändert sich alles. Die Wahrheit ist natürlich, dass sie nichts an der Welt um dich herum ändert, lediglich deine Stellung relativ zur Umwelt. In anderen Worten: Du nimmst die Welt komplett anders wahr.

Doch nicht nur das.

Auf körperlicher Ebene verändert sich vieles: Das beginnt mit Körpergerüchen und hört vielleicht mit der Haarstruktur auf. Auf psychischer Ebene verändert sich vieles: Du hast andere Vorlieben, es entwickeln sich viele neue Ansichten … und, und, und.

Was passiert denn in dieser Zeit, molekularbiologisch betrachtet? Vereinfachen wir es so: Die Gene, die während der Kindheit angeschaltet waren, werden ausgeschaltet. Stattdessen läuft nunmehr das „Erwachsenenprogramm“.

Junge Burschen ähneln in frühen Jahren häufig noch stark der Mama, was sich während der Pubertät oft dramatisch verändert — eben hin zum Papa.

Hier wird also deutlich, wie dramatisch sich der Körper verändern kann, wenn Gene an- oder abgeschaltet werden. Nun ist die Pubertät ein spezielles Beispiel, da hier womöglich Tausende Gene urplötzlich und synchron „switchen“. Das, was wir auf täglicher Basis tun, wirkt „subtiler“, dafür aber oft weitreichender — vor allem im Hinblick auf die vielen Jahre, die noch vor uns liegen.

Gene können durch viele Umstände an- oder abgeschaltet werden.

Häufig sind Hormone zentral für die Genregulation. Am Beispiel der Pubertät: Bei Männern gibt es die bekannte Testosteron-Explosion, bei Frauen geht es eher in die Östrogen-Richtung. Die jeweilige Hormon-Exposition wirkt auf viele, viele Gene. Es kann sogar so sein, dass ein durch Testosteron aktiviertes Enzym plötzlich andere Gene unterdrückt. Heißt auch: Genexpression ist extrem komplex. 

Genexpression ist auch nicht immer fair. Leider. Es kann passieren, dass man selbst so gar nicht einverstanden ist, mit dem, was der Körper während der Pubertät aus einem macht. Plötzlich ist man vielleicht anfällig für Dinge, für die man vorher nicht anfällig war.

Die Quintessenz ist: Wir können Gene (und Gen-Produkte) durchaus selbst „steuern“. Tatsächlich steuern wir, völlig unbewusst, täglich zig Tausend Gene. Das beginnt schon mit der Wahl des Frühstücks. Oft aber ist nicht das entscheidend, was du heute mal tust, sondern das, was du langfristig tust.

Egal, ob wir es explizit hinschreiben — oder nicht: Vieles, was wir dir zeigen, „wirkt“ deshalb, weil es deine Gene verändert. Die Gene lassen dann etwas anderes „entstehen“. Nichts weiter ist Genexpression.

Herzlich,

Phil und Chris

PS: Glaube bitte niemandem, der dir erzählt, dass du ganz beliebig irgendwelche Gene steuern kannst. Das geht nicht. Es gibt eben bestimmte Gene, die dafür sorgen, dass du du bist. Und bleibst. Die gute Nachricht ist: Jeder, egal welche genetische Ausstattung er mitbringt, kann ein “besseres Ich” werden. Wie das geht? Das zeigen wir dir.